SELBSTKRITIK EINES BÜRGERLICHEN HUNDES

Ein bürgerlicher Windhund gesteht, wie er vom Filmemacher zum
Vierbeiner wurde: Weil er gerade keine Förderung bekommt, sieht
JULIAN sich gezwungen, einen Job als Erntehelfer anzunehmen.
Als er der jungen Kanadierin CAMILLE weismacht, es handele sich
dabei um die Recherche für einen kommunistischen Märchenfilm,
in dem sie die Hauptrolle spielen soll, will sie ihn begleiten und Julian
spinnt romantische Fantasien. So landen die beiden in der trügerischen
Idylle einer ausbeuterischen Apfelplantage. Während Julian
unter der körperlichen Arbeit leidet und sich vor den merkwürdigen
Zimmergenossen in den Containerbaracken fürchtet, stürzt sich
Camille enthusiastisch in die vermeintliche Recherche und freundet
sich mit HONG und SANCHO an, zwei wundergläubige Proletarier
auf der Suche nach dem Glück. Für Julian wird es zunehmend
schwieriger, den kommunistischen Filmemacher zu performen,
außerdem kommt ihm ein Vorzeigearbeiter mit amerikanischen
Träumen in die Quere, ein stummer Mönch mit magischen Kräften
und einem Sprung in der Schüssel tritt auf, die Plantagenbesitzerin
wird versehentlich getötet und eine versuchte Revolution endet in
Ratlosigkeit. Da kommen die Spatzen in den Bäumen mit einem
unerhörten Plan...

Pressestimmen:

« Hoch intelligent und erfrischend komisch. » (Die Presse)

« Julian Radlmaier ist eine Art deutscher Woody Allen. [...] Es geht in diesem Film um Politik und Sex. Ziemlich lustig, wild und abgefahren. » (Deutschlandradio Kultur)

« die spannendste Arbeit der diesjährigen Programmauswahl. » (Spiegel)

« Ein sehr lustiger deutscher Film, der den Mut hat, sich nicht ernst zu nehmen und gleichzeitig utopisch zu sein, und von der Revolution zu erzählen. Eine politische Komödie. » (SWR)

« In die Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes spielt Johanna Orsini-Rosenberg eine Nebenrolle, die Lust auf mehr macht. Weil diese Künstlerin sehr lustig ist. » (Süddeutsche Zeitung)

« Das Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes zu den skurrilsten Filmen in 15 Jahren Perspektive zählt, lässt sich ohne Übertreibung behaupten. » (tip berlin)

« Julian Radlmaier ist ein wichtiger Vertreter eines jungen Berliner Kinos, das seine Perspektive auf die Welt an den vielen souveränen, direkten und nuancierten Atmosphären der Stadt geschult hat. » (RAY Filmmagazin)

« Ein komplett überladenes, tief in die Film- und Ideengeschichte hinabtauchendes Bild-, Ton- und Dialogsammelsurium, aber zugleich auch ein reicher, frischer, furchtloser und verdammt amüsanter Film über Kunst und Politik und Liebe. » (Filmstarts)

« Self-criticism of a Bourgeois Dog is the perfect antidote to the Berlinale’s bouts of self-seriousness. » (Fandor)

« Was aber wirklich aus diesem Jahrgang der Perspektive Deutsches Kino bleiben wird, ist die Selbstironie, mit welcher der Regisseur und Hauptdarsteller Julian Radlmaier einen waschechten teutonischen Wes-Anderson-Film auf einer Apfelplantage geschaffen hat. Das ist ein ähnlicher Humor, gleich starre Einstellungen, die sich in Bewegungskino auflösen, der Surrealismus in Alltagssituationen, der Einfluss des europäischen Kunstkinos gepaart mit der Wehleidigkeit junger Menschen, die nie in ihrem Leben richtig arbeiten mussten. » (Negative Space)

Deutschland 2017, 99 Min., DF/OmeU, DCP, Farbe 1,37:1, FSK: ab 0 Jahre, Regie & Buch: Julian Radlmaier, Kamera: Markus Koob, Schnitt: Julian Radlmaier, Produzent: Kirill Krasovskiy, Set-Design: Merle Vorwald, Kostüm: Natia Bakhtadze, Sara Wendt, Ton: Kai Ziarkowski, Tongestaltung: Christian Obermaier, Mischung: Tobias Bilz, Silvio Naumann, Coloristin: Matilda Mester, Regieassistenz: Jan Bachmann, 1st A.D.: Naemi Buechtemann, Produktionsleitung: Hanna Cramer, mit: Julian Radlmaier, Deragh Campbell, Kyung-Taek Lie, Beniamin Forti, Ilia Korkashvili, Zurab Rtveliashvili, Bruno Derksen, Anton Gonopolski, Johanna Orsini-Rosenberg, Mex Schlüpfer

Bamberg – Lichtspiel – ab 8.6.
Berlin – Acudkino – ab 8.6.
Berlin – FSK – ab 8.6.
Berlin – Kino in der Brotfabrik – ab 8.6.
Berlin – Klick – ab 8.6.
Berlin – Wolfkino – ab 8.6.
Berlin – Zukunft – ab 8.6.
Bonn – Kinemathek – ab 8.6.
Braunschweig – Universum – am 28.6.
Bremen – City 46 – ab 8.6.
Brühl – Zoom – am 17.7.
Dortmund – Sweet Sixteen – ab 22.6.
Dresden – Kino im Dach – ab 8.6.
Düsseldorf – Metropol – ab 8.6.
Frankfurt – Mal sehn – ab 8.6.
Frankfurt – Orfeos Erben – ab 15.6.
Fürth – Uferpalast – ab 8.6.
Halle – Puschkino – ab 20.7.
Hamburg – Abaton – ab 8.6.
Hannover – Kino am Raschplatz – ab 7.6.
Heidelberg – Karlstorkino – 11. + 13. + 25.6.
Karlsruhe – Schauburg – ab 8.6.
Kiel – Kino in der Pumpe – 26. - 28.6.
Köln – Filmpalette – ab 8.6.
Landshut – Kinoptikum – 18. + 19.7.
Leipzig – Luru Kino – ab 8.6.
Leipzig – Schaubühne Lindenfels – ab 22.6.
Lübeck – Koki – ab 13.7.
Magdeburg – Moritzhof – ab 8.6.
Mainz – Palatin – ab 8.6.
München – Werkstattkino – ab 8.6.
Nürnberg – Casablanca – ab 8.6.
Nürnberg – Filmhaus – ab 8.6.
Oberhausen – Walzenlagerkino – ab 27.7.
Oldenburg – Cine k – ab 22.6.
Regensburg – Kino im Andreasstadel – ab 8.6.
Starnberg – Breitwand – ab 8.6.
Tübigen – Arsenal – ab 15.6.
Wolfsburg – Delphinpalast – ab 3.8.

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