DOCH DAS BÖSE GIBT ES NICHT

EIN FILM VON MOHAMMAD RASOULOF

AB 5. NOVEMBER 2020 IM KINO
DCP-TrailerPresskitBilder

Deutschland/Tschechische Republik/Iran 2020, 150 Min., DCP, OmU-Fassung (farsi) und deutsche Synchronfassung; Drehbuch und Regie: Mohammad Rasoulof; Kamera: Ashkan Ashkani; Schnitt: Mohammadreza Muini, Meysam Muini; Musik: Amir Molookpour; Sound Design: Philipp Kemptner, Hasan Mahdavi; Ton: Hasan Shabankareh; Szenenbild: Saeed Asadi; Kostümbild: Afsaneh Sarfejo; Maske: Mahmoud Dehghani; Regieassistenz: Samrand Maroofi, Meysam Muini; Produktionsleitung: Ali Hemmati, Maryam Yavari; Produzenten: Mohammad Rasoulof, Kaveh Farnam, Fardzad Pak; ausführender Produzent: Farzad Pak, mit: Ehsan Mirhosseini, Kaveh Ahangar, Mohammad Valizadegan, Mahtab Servati, Baran Rasoulof, Mohammad Seddighimehr u. a.

 

 

 

 

Pressebetreuung für diesen Film:

 

boxoffice heldt fehr GbR

Bergiusstraße 27

22765 Hamburg

Bernd Fehr

Bernd.fehr@boxofficePR.de

Mobil 0171-2636681

 

Pressematerial verfügbar auf www.filmpresskit.de

Heshmat ist ein vorbildlicher Ehemann und Vater, jeden Morgen bricht er sehr früh zur Arbeit auf. Wohin fährt er? Pouya kann sich nicht vorstellen, einen anderen Menschen zu töten, trotzdem bekommt er den Befehl. Kann es einen Ausweg für ihn geben? Javad besucht seine Freundin Nana um ihr einen Heiratsantrag zu machen. Doch dieser Tag hält für beide noch eine andere Überraschung bereit. Bahram ist Arzt, darf aber nicht praktizieren. Als ihn seine Nichte Darya aus Deutschland besucht, beschließt er, ihr den Grund für sein Außenseiterdasein zu offenbaren.

DOCH DAS BÖSE GIBT ES NICHT erzählt vier Geschichten über Menschen, deren Leben vor existenziellen Herausforderungen stehen. Sie werfen die Fragen auf, wie integer ein Mensch in einem absoluten Regime bleiben, welche moralische Schuld er ertragen kann, ohne zu zerbrechen, und zu welchem Preis es gelingt, die individuelle Freiheit zu bewahren.

 

Festivals und Auszeichnungen:

70. Berlinale 2020 – Goldener Bär (bester Film)

70. Berlinale 2020 – Gilde-Preis der AG Kino-Gilde

70. Berlinale 2020 – Preis der ökumenischen Jury

 

Pressestimmen:

„Treibt die Stärken des iranischen Kinos auf die Spitze.“ Der Spiegel

„Ein verdienter Berlinale-Sieger“ FAZ

„Ein ungeheuer kraftvoller Film. Ein Monument der Dissidenz!“ Frankfurter Rundschau

„Ein brillanter Film über Gehorsam und Verweigerung“ Indiewire

„Absolut sehenswert, ein überzeugendes Statement für die Demokratie!“ Amnesty Journal

Mohammad Rasoulof ist einer der angesehensten und politisch aktivsten Regisseure des Iran. Seine kritische Auseinandersetzung mit dem Regime in Teheran führte dazu, dass er seit September 2017 nicht mehr das Land verlassen darf – ein Urteilsspruch, der bis heute gültig ist. Er wurde beschuldigt, die „nationale Sicherheit zu gefährden“ und „Propaganda gegen die muslimische Regierung zu verbreiten“. Er wurde zu einem Jahr Gefängnis verurteilt, einhergehend mit dem Verbot der Mitgliedschaft in jeder Art von politischer oder gesellschaftlicher Organisation. Diese Einschränkungen haben Rasoulof jedoch nicht davon abgehalten, Filme zu machen.

DOCH DAS BÖSE GIBT ES NICHT entstand ohne eine Produktionsgenehmigung durch den iranischen Staat, denn diese wäre, wie Koproduzent Kaveh Farnam erklärte, sowieso nicht erteilt worden. Stattdessen reichten er und Koproduzent Farzad Pak Anträge für die Dreharbeiten von vier Kurzfilmen ein, jeder in einer anderen Stadt. In den Anträgen waren jeweils andere Regisseur*innen und Drehbuchautor*innen genannt – Freunde des Filmteams, die mit ihrer Nennung in diesen Anträgen ebenfalls ein großes Risiko eingegangen sind.

Mohammad Rasoulof leitete die Dreharbeiten, wo immer es verantwortbar war, teilweise war er durch eine Verkleidung unkenntlich gemacht. An manchen Drehorten, z. B. am Teheraner Flughafen, konnte er sich nicht zeigen, die Regiearbeit am Set wurde dort von der Regieassistenz übernommen.

Mohammad Rasoulof beschrieb in einem Interview, dass seine Drehtage immer mit einem Blick auf sein Smartphone begannen, immer in der Erwartung, die gegen ihn gerichtete einjährige Gefängnisstrafe könnte vollstreckt werden. Eine Woche vor Ende der Dreharbeiten traf dann tatsächlich die Benachrichtigung ein, dass die Gefängnisstrafe in erster Instanz vor Gericht bestätigt wurde. Die restlichen Drehtage fanden in der Unklarheit statt, wann der Gerichtsbescheid genau in Kraft treten würde, ein massiver psychischer Druck, den Rasoulof, wie er später erwähnte, ohne die Solidarität seines Teams nicht ausgehalten hätte.